Kühlzellen & Tiefkühlzellen – maßgefertigt vom Hersteller
Ob begehbar oder kompakt, Plus- oder Minustemperatur: Wir konstruieren Kühlzellen, die exakt zu Ihrem Raum, Ihrem Sortiment und Ihrer Betriebsweise passen. Aus hochdämmenden Sandwichelementen, mit moderner Kältetechnik und langlebigen Komponenten.
Was sind Kühlzellen?
Kühlzellen sind isolierte Raumzellen, die eine konstant niedrige Innentemperatur halten – typischerweise zwischen +8 °C und +0 °C bei Kühlzellen und zwischen −12 °C und −20 °C bei Tiefkühlzellen. Sie bestehen aus modularen Sandwichpaneelen mit PU-Hartschaum-Kern, die mit Nut-Feder- oder Spannschlossverbindern dicht miteinander verbunden werden. Eine angepasste Kälteanlage (Verdampfer im Inneren, Verflüssiger außen) hält die gewünschte Temperatur exakt – auch bei häufigem Türöffnen oder warmem Wareneingang.
Für wen wir Kühlzellen bauen
- Metzgereien & Fleischverarbeiter – Fleischreifung, Hackraum, Tiefkühllager
- Bäckereien – Gärunterbrechung, Teigkühlung, Tiefkühlung Backwaren
- Gastronomie & Hotellerie – Lebensmittellager nach HACCP
- Lebensmitteleinzelhandel – Lager- und Verkaufskühlung
- Pharma & Labor – validierte Klimakammern, GxP-konform
- Logistik & 3PL-Dienstleister – Großkühlhäuser, Cross-Docking
- Industrie – Produktkühlung, Reifekammern, Klimaprüfräume
Technische Ausführung
Unsere Kühlzellen werden auf Ihre Anwendung dimensioniert. Wir berechnen die Wärmelast (Wandverluste, Türöffnungen, Warenwärme, Personen, Beleuchtung) und wählen Verdampfer, Verdichter und Verflüssiger entsprechend aus. Standardmäßig verwenden wir:
| Komponente | Standard-Ausführung |
|---|---|
| Paneele | 60, 80, 100, 120 oder 150 mm PU-Hartschaum, beidseitig verzinkt-lackiertes Stahlblech |
| Türen | Drehtür, optional Schiebetür, mit Heizdraht im TK-Bereich |
| Boden | Bodenplatte oder befahrbar (Hubwagen/Stapler), Stahl- oder Aluminiumriffelblech |
| Beleuchtung | LED, IP65, kältefest bis −20 °C |
| Steuerung | Digital-Regler mit Datenlogger, optional GLT-Anbindung (Modbus/BACnet) |
| Kältemittel | R-449A, R-452A oder natürliche Kältemittel (Propan R-290, CO₂ R-744) |
| Temperaturbereich | +8 °C bis −20 °C, Spezialanwendungen bis −40 °C auf Anfrage |
| Kälteaggregat | Deckenaggregat, Huckepackaggregat (Wandmontage) oder Split-Montage (Aufstellort ca. 10 m entfernt) |
Bauarten: Kühlzelle, Tiefkühlzelle und Sonderformen
Der Unterschied zwischen Kühlzelle und Tiefkühlzelle liegt nicht nur in der Temperatur, sondern in der gesamten Auslegung. Eine Kühlzelle im Normalkühlbereich hält typischerweise +8 °C bis +0 °C und kommt mit 60 bis 100 mm Wandstärke aus. Eine Tiefkühlzelle arbeitet zwischen −12 °C und −20 °C und braucht stärkere Dämmung, eine beheizte Türzarge gegen Vereisung und in vielen Fällen eine Bodendämmung, damit der Untergrund nicht durchfriert.
Nach Aufstellungsart unterscheiden wir drei Varianten:
- Einbauzelle – steht frei in einem bestehenden Raum, ist selbsttragend und lässt sich später versetzen. Die häufigste Bauart in Gastronomie und Handwerk.
- Anbauzelle – nutzt vorhandene Gebäudewände als Begrenzung. Spart Material und Platz, verlangt aber eine bauseits trockene, tragfähige Wand.
- Kühlraum im Rohbau – die Zelle wird in eine vorbereitete Nische eingepasst, oft bündig mit Wand und Decke. Optisch die sauberste Lösung, planerisch die aufwendigste.
Sonderformen realisieren wir auf Anfrage: Reifekammern mit Feuchteregelung, Schockfroster bis −40 °C, Zwei-Zonen-Zellen mit getrennter Kühl- und Tiefkühlkammer hinter einer gemeinsamen Tür sowie validierte Klimakammern für Pharma und Labor.
Wandstärke richtig wählen
Die Wandstärke bestimmt Dämmwirkung, Betriebskosten und Innenmaß. Mehr ist nicht automatisch besser — jede zusätzliche Stärke kostet nutzbares Innenvolumen. Als Orientierung:
| Wandstärke | Typischer Einsatz |
|---|---|
| 60 mm | Kurzzeitlagerung im Plusbereich, Getränke, Blumen; geringe Temperaturdifferenz zum Umfeld |
| 80 mm | Normalkühlung in klimatisierten Innenräumen |
| 100 mm — Standard | Der übliche Kompromiss für Normalkühlung, auch bei wärmerer Umgebung |
| 120 mm | Tiefkühlung, häufige Türöffnungen, warmer Wareneingang |
| 150 mm | Tiefkühlung bei hoher Umgebungstemperatur, Langzeitlagerung, Anlagen mit Fokus auf Energiekosten |
Faustregel: Je größer die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen und je länger die Ware lagert, desto stärker die Dämmung. Steht die Zelle in einer ungedämmten Halle oder unter einem Dach, rechnen wir eine Stufe höher. Die genaue Auslegung ergibt sich aus der Wärmelastberechnung — Wandverluste, Türöffnungen, Warenwärme, Beleuchtung und Personen fließen dort zusammen.
Bodenausführung
Der Boden wird häufig unterschätzt, entscheidet aber über Hygiene, Befahrbarkeit und bei Tiefkühlung über die Bausubstanz:
- Ohne Boden – die Zelle wird auf vorhandenen Estrich gesetzt. Günstig und schwellenlos, geeignet für Normalkühlung auf ebenem, dichtem Untergrund.
- Bodenplatte (Standard) – gedämmtes Bodenpaneel, fugendicht mit den Wänden verbunden. Pflicht im Tiefkühlbereich, damit der Untergrund nicht durchfriert und Eislinsen bildet.
- Befahrbar – verstärkter Aufbau mit Alu- oder Stahlriffelblech für Hubwagen und Stapler. Sinnvoll ab Palettenbetrieb; in Verbindung mit einer Türschwelle und Anfahrschutz.
Für Bereiche mit Nassreinigung — Metzgerei, Fischverarbeitung, Großküche — ergänzen wir eine Edelstahl-Bodenwanne oder eine Ablaufrinne mit Gefälle.
Wo steht das Kälteaggregat?
Die Aufstellung des Aggregats bestimmt Geräuschentwicklung, Wartungszugang und Montageaufwand. Drei Varianten sind üblich, alle drei können Sie im 3D-Konfigurator durchspielen:
- Deckenaggregat – kompakte Einheit oben auf der Zelle. Platzsparend, schnell montiert, die Standardlösung für kleine bis mittlere Zellen.
- Huckepackaggregat – an der Außenwand oberhalb der Tür montiert. Gute Wahl, wenn über der Zelle kein Platz ist oder die Decke niedrig liegt.
- Split-Montage – der Verflüssiger steht abgesetzt, üblicherweise rund 10 m entfernt im Freien oder in einem Nebenraum. Bringt Wärme und Geräusch aus dem Arbeitsbereich und ist bei Gastronomie und Verkaufsräumen fast immer die richtige Entscheidung.
Beim Kältemittel setzen wir auf zukunftssichere Stoffe: R-449A und R-452A als bewährte Alternativen sowie die natürlichen Kältemittel Propan (R-290) und CO₂ (R-744) dort, wo Effizienz und Förderfähigkeit im Vordergrund stehen.
Vorteile unserer Kühlzellen
- Energieeffizient durch hochdämmende Paneele und Inverter-Verdichter (bis 40 % weniger Stromverbrauch gegenüber Altanlagen)
- Hygienisch dank glatter, fugendichter Innenoberflächen und HACCP-konformer Materialien
- Wartungsarm durch robuste Markenkomponenten (Bitzer, Bock, Güntner, Eliwell)
- Erweiterbar: Modulbauweise erlaubt späteres Vergrößern oder Umsetzen
- Schnell installiert – Montage einer Standardzelle in 1–3 Arbeitstagen
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Sie rufen uns an oder schreiben uns – wir kommen vor Ort, nehmen Maß und besprechen Ihre Anforderungen. Innerhalb von 5 Werktagen erhalten Sie ein Festpreisangebot mit Zeitplan. Nach Auftrag fertigen wir die Paneele in unserer Werkstatt, liefern sie auf die Baustelle und installieren die Zelle inklusive Kälteanlage und Inbetriebnahme. Auf Wunsch übernehmen wir auch die Schulung Ihres Personals und schließen einen Wartungsvertrag ab.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß kann eine Kühlzelle sein?
Theoretisch unbegrenzt. Wir realisieren Zellen ab 4 m² (z. B. für die Gastronomie) bis hin zu Großkühlhäusern mit mehreren hundert Quadratmetern und bis zu 12 m Raumhöhe. Bei großen Anlagen unterteilen wir in mehrere Temperaturzonen.
Was kostet eine Kühlzelle?
Die Kosten hängen von Größe, Temperatur und Ausstattung ab. Eine kleine Gastro-Kühlzelle (etwa 6 m²) liegt schlüsselfertig zwischen 5.000 und 9.000 €, eine Tiefkühlzelle entsprechend höher. Industriekälteanlagen werden individuell kalkuliert. Sie erhalten von uns immer ein transparentes Festpreisangebot.
Welche Genehmigungen brauche ich?
Für die Kühlzelle selbst meist keine. Beim baulichen Anbau an ein Gebäude kann eine Bauanzeige nötig sein – wir unterstützen Sie hier. Für die Kälteanlage gelten die F-Gase-Verordnung (EU 517/2014) und je nach Größe die Anlagensicherheitsverordnung – beides ist Teil unseres Leistungsumfangs.
Wie schnell kann ich eine Kühlzelle bekommen?
Standard-Kühlzellen liefern und montieren wir in 4–6 Wochen ab Auftragsbestätigung. Bei dringenden Anfragen (Geräteausfall, Neueröffnung) versuchen wir, mit unserer Lagerhaltung an Standardpaneelen schneller zu reagieren – sprechen Sie uns an.
Worin unterscheiden sich Kühlzelle und Tiefkühlzelle?
In Temperaturbereich und Aufbau. Eine Kühlzelle hält +8 °C bis +0 °C und kommt mit 60 bis 100 mm Wandstärke aus. Eine Tiefkühlzelle arbeitet zwischen −12 °C und −20 °C und benötigt stärkere Dämmung (meist 120 oder 150 mm), eine beheizte Türzarge gegen Vereisung sowie eine gedämmte Bodenplatte, damit der Untergrund nicht durchfriert. Auch die Kälteanlage wird anders ausgelegt, weil die Temperaturdifferenz zur Umgebung deutlich größer ist.
Wie viel Strom verbraucht eine Kühlzelle?
Das hängt vor allem von Größe, Temperaturbereich, Dämmstärke und Türöffnungshäufigkeit ab — pauschale Angaben führen in die Irre. Aussagekräftig ist die Wärmelast: Sie ergibt sich aus Wandverlusten, Warenwärme, Beleuchtung und Personen und bestimmt, wie lange der Verdichter läuft. Einen ersten Anhaltspunkt liefert Ihnen unser 3D-Konfigurator, der die geschätzte Wärmelast Ihrer Konfiguration direkt mitberechnet. Gegenüber älteren Anlagen sind durch hochdämmende Paneele und Inverter-Verdichter bis zu 40 % Einsparung realistisch.
Kann ich eine Kühlzelle später vergrößern oder umsetzen?
Ja. Unsere Zellen bestehen aus modularen Sandwichpaneelen, die über Nut-Feder- oder Spannschlossverbinder zusammengesetzt werden. Diese Verbindungen lassen sich lösen, sodass sich die Zelle erweitern, verkleinern oder an einen anderen Standort versetzen lässt. Zu prüfen ist dabei die Kälteanlage: Wird die Zelle deutlich größer, muss die Leistung angepasst werden. Beim Umzug übernehmen wir Demontage, Transport und Neuaufbau inklusive Wiederinbetriebnahme.
Welche Wandstärke brauche ich?
Für Normalkühlung in Innenräumen sind 100 mm der Standard und in den allermeisten Fällen die richtige Wahl. 60 bis 80 mm genügen bei geringer Temperaturdifferenz, etwa für Getränke oder Blumen. Für Tiefkühlung empfehlen wir 120 bis 150 mm, ebenso wenn die Zelle in einer ungedämmten Halle oder unter einem Dach steht. Beachten Sie: Jede zusätzliche Stärke geht vom nutzbaren Innenmaß ab. Die verbindliche Auslegung ergibt sich aus der Wärmelastberechnung.
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